Kreislaufwirtschaft: das Kernstück der Nachhaltigkeit

Posted by Celine Coleman, Marketing Director, Clover Imaging Group EMEA on Jul 1, 2020 9:30:00 AM
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In der modernen Linearwirtschaft gehen viele Produkte, die wir zur Verfügung haben, viel zu schnell kaputt, können nicht leicht wiederverwendet, repariert oder recycelt werden, und zu viele davon werden nur für den einmaligen Gebrauch hergestellt. Es handelt sich um eine Wirtschaft, die in erheblichem Maße Ressourcen verbraucht, mit hohen Emissionen und einem hohen Abfallaufkommen, und die schwerwiegende Auswirkungen auf Ökosystem und Bodenschätze hat. Laut Hans Bruyninckx, Direktor der Europäischen Umweltagentur (EEA), "befindet sich Europas Umwelt an einem Wendepunkt. Wir haben im nächsten Jahrzehnt nur ein enges Zeitfenster, um die Maßnahmen zum Schutz der Natur auszuweiten, die Auswirkungen des Klimawandels zu mindern und unseren Rohstoffverbrauch radikal zu reduzieren".

 

Die Bedeutung eines kreislaufwirtschaftlichen Produktionsprozesses

 

Eine Kreislaufwirtschaft zielt darauf ab, den Wert von Produkten, Materialien und Ressourcen so lange wie möglich zu erhalten, indem diese am Ende ihrer Nutzung in den Produktkreislauf zurückgeführt werden, während gleichzeitig die Erzeugung von Abfall minimiert wird. Wenn wir wiederaufbereiten, wiederverwenden und recyceln, und wenn der Abfall einer Branche zum Rohstoff einer anderen wird, können wir zu einer stärker kreislauforientierten Wirtschaft übergehen, in der Abfall eliminiert wird und Ressourcen effizient und nachhaltig genutzt werden. Im Jahr 2017 betrug die Umlaufquote der EU nur 11,2%, d.h. 11,2% der in der EU verwendeten Materialressourcen stammten aus recycelten Produkten und rückgewonnenen Materialien.

 

Als Reaktion auf die anhaltenden Klima- und Umweltherausforderungen und zur Bekräftigung des Engagements der Europäischen Kommission für deren Bewältigung wurde im Dezember 2019 der European Green Deal ins Leben gerufen.

Der Green Deal wird durch ein Rahmenwerk von Regulierungen und Gesetzen umgesetzt, das klare und ehrgeizige Ziele festlegt, wobei das Hauptziel das Erreichen von Netto-Null-Kohlenstoffemissionen ist. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen nannte den Deal aufgrund seiner Bedeutung und ehrgeizigen Ziele "Europas Mann auf dem Mond-Moment“.

 

Kernstück des Green Deals der EU ist der Aktionsplan Kreislaufwirtschaft (Circular Ecomony Action Plan, CEAP), der den EU-Gesetzgebern am 11. März 2020 vorgelegt wurde. Ziel des Aktionsplans ist es, den Konsum-Fußabdruck der EU zu verringern und die Umlaufquote der EU im kommenden Jahrzehnt zu verdoppeln und gleichzeitig das Wirtschaftswachstum anzukurbeln. Die Vermeidung der Entstehung von Abfall ist ebenfalls von entscheidender Bedeutung. Sobald Abfall erzeugt wurde, muss er in hochwertige Ressourcen umgewandelt werden.

 

Wiederaufbereitung von Druckerkartuschen nach dem Kreislaufwirtschaftskonzept

 

Clover wendet in seinem Produktions- und Abfallmanagementprozess seit vielen Jahren ein Kreislaufwirtschaftskonzept an. Seit über zwanzig Jahren konzentrieren wir uns auf ein wichtiges Ziel - Unternehmen und Verbrauchern eine umweltfreundliche Alternative zu Einweg-Druckerkartuschen in Form von wiederaufbereiteten Druckerkartuschen anzubieten. Im Mittelpunkt des Wiederaufarbeitungsgeschäfts von Clover steht das Konzept der Wiederverwendung. Wiederverwendung ist eine Denkweise, die uns dazu treibt, ständig nach produktiven und wirtschaftlich wertvollen Verwendungen zu suchen, nicht nur für die Produkte, die wir wiederaufbereiten, sondern auch für die Komponenten und Nebenprodukte, die wir in unseren Sammlungen und in unserem Wiederaufbereitungsgeschäft erzeugen. In jeder Phase unserer Tätigkeit sind wir bestrebt, Material wiederzuverwenden und Objekten, die sonst auf einer Deponie landen würden, ein zweites Leben zu geben. Ob es um die Wiederaufarbeitung von Kartuschen oder die Wiederverwendung von Elektronik geht, das Ziel ist immer, das Beste aus jeder einzelnen Komponente herauszuholen. Auf diese Weise schaffen wir naturgemäß Nachhaltigkeit, reduzieren die zu deponierenden Abfälle und leisten einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz.

Clover bewertet jede leere Kartusche, die bei uns eingeht - zunächst nach ihrem Wiederaufbereitungspotenzial und dann nach ihrer stofflichen Verwertung durch Recycling. Clover sammelt jährlich 4,8 Millionen Kilogramm an gebrauchtem Druckerzubehör, um zu verhindern, dass es auf Mülldeponien gelangt (basierend auf den Zahlen des Clover-Nachhaltigkeitsberichts 2009-2018). Jede wiederaufbereitbare Kartusche durchläuft unseren mehrstufigen Wiederaufbereitungsprozess und wird dann erneut auf den Markt gebracht. Wenn eine Kartusche nicht wiederaufbereitbar ist, werden alle brauchbaren Komponenten für die Verwendung bei der Wiederaufbereitung anderer Kartuschen verwendet oder bei der Herstellung anderer Produkte wiederverwertet. Durch das Gewinnen dieser Komponenten aus dem Abfallstrom schont Clover die nicht-erneuerbaren Ressourcen, welche zur Neuproduktion von Kartuschen benötigt werden.

Der Recyclinganteil von wiederaufbereiteten Monochrom- Farbtonerkartuschen von Clover beträgt 89,60%, bei Tintenpatronen liegt er bei 96,89% (bezogen auf das Gewicht der leeren Kartusche).

Autor: Celine Coleman, Marketing Director, Clover Imaging Group

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